Haben Sie bereits Ihr Brustkrebs-Armband?
Zwischenzeitlich sollten Ihnen die gelben Gummiarmbänder mit der Aufschrift 'LiveStrong' vertraut sein, die das Bewusstsein für Krebs wach halten sollen. Sie wurden von Lance Armstrong populär gemacht, dem siebenmaligen Gewinner der Tour de France, der Krebs überlebt hat. Der Erlös aus dem Verkauf der Armbänder fließt in die Krebsforschung.
Wenn es sein Ziel war, das Bewusstsein der Gesellschaft für die Krankheit Krebs anzustacheln, hat Lance Armstrong sehr gute Arbeit geleistet. Seine Gummiarmbänder sind heute allgegenwärtig, ein ständig aufrüttelndes Werkzeug in Sachen Krebs und ein Mittel zur Beschaffung der nötigen Finanzen für die Krebsforschung.
Neben Armstrongs Gummiarmbändern gibt es auch noch die speziell auf Brustkrebs aufmerksam machende Variante. Diese Armbänder unterscheiden sich von den 'LiveStrong' Gummiarmbändern durch eine unterschiedliche Farbe. Die beliebteste Farbe für diese Gummiarmbänder in Sachen Brustkrebs ist Pink.
Aber warum gerade Pink? Dahinter steht eine Geschichte: Die 68jährige Charlotte Haley begann in den 1990er Jahren in den USA pfirsischfarbene Bänder herzustellen und zu verteilen, zusammen mit Karten mit der Aufschrift: "Der jährliche Etat des Nationalen Krebsinstituts beläuft sich auf 1,8 Milliarden Dollar, doch nur 5% davon fließen in die Krebsvorsorge. Helfen Sie uns, unsere Gesetzgeber und ganz Amerika aufzurütteln indem Sie dieses Band tragen." Haleys Tochter, Schwester und Großmutter hatten Brustkrebs. Das Magazin Self wollte Haleys Band nutzen, doch Sie lehnte das Angebot ab und meinte, das Magazin sei zu kommerziell. Das Magazin brachte daraufhin das Armband in einer anderen Farbe heraus – Pink. Die Farbe Pink soll 'beruhigend, tröstend und heilend' wirken. Bald wurde daraufhin das pinkfarbene Band zum weltweiten Symbol für Brustkrebs und Charlotte Haleys pfirsischfarbenes Band war Geschichte.
Vor Jahren bereits ging man in Amerika davon aus, dass jährlich bei 211.000 Frauen Brustkrebs diagnostiziert werden würde. 43.300 dieser Frauen würden daran sterben. Eine unter acht Frauen würde während ihrer Lebenszeit an Brustkrebs erkranken. Zudem würden 1.600 Männer Brustkrebs entwickeln und 400 von ihnen würden daran sterben. Diese Zahlen haben sich seither entsprechend erhöht.
Doch die Gummiarmbänder in Sachen Brustkrebs gibt es zwischenzeitlich in allen möglichen Farben, darunter sogar eines in Regebogenfarben, abhängig von der Organisation, die sie verkauft. Diese Armbänder sind gewöhnlich mit einer Botschaft bedruckt, wie etwa 'Unterstützen Sie die Krebsforschung' oder ähnlichen.
Zwischenzeitlich müssen die Armbänder im Kampf gegen den Krebs auch nicht mehr aus Gummi oder Silikon sein. Es gibt sie mittlerweile aus Perlen, Katzenauge, Metall und allen anderen geeigneten Materialien, sogar aus Edelstahl! Den Unterschied macht natürlich der Preis. Die Gummiarmbänder sind für etwa einen Euro pro Stück erhältlich und die teuersten Modelle kosten etwa 25 Euro. Solche Armbänder dienen zwei Zwecken – sie sind Schmuck und verbreiten zudem die Botschaft der Wohltätigkeit und der Brustkrebsforschung.
Neben dem Preis besteht der Vorteil der Gummiarmbänder darin, dass sie unendlich flexibel sind. Man kann sie mittlerweile in jeder Farbe und mit jedem Aufdruck erwerben. Sie brauchen sie beim Abwaschen oder Spielen nicht abnehmen – es sind einfach Allwetter-Armbänder. Und Sie müssen sich im Gegensatz zu den teureren Modellen keine Gedanken darüber machen, sie womöglich zu verlieren.
Die Gummiarmbänder kann man in größeren oder kleineren Gebinden über viele Webseiten bestellen.